Flüchtlinge in Extertal

Seit der großen Flüchtlingswelle Ende 2015/Anfang 2016 haben viele Menschen in der Gemeinde Extertal ein neues Zuhause gefunden. In dieser Zeit bestand die größte Herausforderung darin, die Unterbringung der neuen Extertaler Bürgerinnen und Bürger zu organisieren. Daher war die Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten sowie die Organisation der gesellschaftlichen Teilhabe der zugewanderten Menschen eine vordringliche Aufgabe der Gemeindeverwaltung und vieler Ehrenamtlicher.

Auch in den vergangenen Monaten hat unsere Gemeinde Zuwächse verzeichnen können; diese resultieren vorwiegend aus der Familienzusammenführung, die sich besonders in den Kindergärten und Schulen bemerkbar macht. Wie sich die Situation im Laufe der nächsten Monate weiterentwickelt, kann niemand mit Gewissheit prognostizieren. Ungeachtet dessen wird die Gemeinde Extertal auch in nächster Zukunft ein Kontingent an freien Plätzen in einer Gemeinschaftseinrichtung vorhalten müssen. Die Gemeinde Extertal setzt hiermit bei Asylbewerbern im laufenden Verfahren auf ein zentrales Unterbringungskonzept und verfolgt das Ziel, die Menschen nach Anerkennung ihrer Flüchtlingseigenschaft bei ihrem Umzug in eine eigene Wohnung zu unterstützen. Daher würde sich die Gemeindeverwaltung sehr darüber freuen, wenn Haus- bzw. Wohnungseigentümer entsprechenden Wohnraum zur Verfügung stellen würden.

Ein Großteil der geflüchteten Menschen wird wegen der von der Bezirksregierung vorgeschriebenen Wohnsitzauflage vermutlich in unserer Gemeinde verbleiben und Teil unserer Gemeinschaft werden. Die
Integration dieser neuen Bürgerinnen und Bürger ist somit nicht nur eine humanitäre Pflicht, sondern auch aus sozialen und ökonomischen Gründen das Gebot der Stunde. Eine erfolgreich gelebte Integration kann nur durch Kooperationen mit allen zivilgesellschaftlichen Akteuren gelingen. Die große Bereitschaft der vielen Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe verdient besondere Anerkennung und Unterstützung und zeigt, dass Extertal in vielfältiger Hinsicht eine "soziale Gemeinde" ist und dieses auch praktisch lebt.

Unsere Extertaler Flüchtlinge kommen aus ca. 18 verschiedenen Ländern (zumeist Syrien, Afghanistan, Libanon und Irak) und sind zum großen Teil männlich im Alter von 20 bis 30 Jahren. Es leben aber auch viele Familien in unserer Gemeinde, deren Kinder unsere Kindergärten und Schulen besuchen. Auch wenn die Kinder/Jugendlichen zunächst noch nicht genug Deutsch sprechen, um am regulären Unterricht teilnehmen zu können, so werden sie durch das Angebot einer „Internationalen Klasse“ der Grundschule Bösingfeld  und der Sekundarschule NORDLIPPE in unsere Schullandschaft integriert. Auf diesem Weg werden die Kinder/Jugendlichen zielorientiert begleitet, um ihnen den Start in einer fremden Umgebung, Kultur und Sprache zu erleichtern.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Extertaler Vereine, Kirchen und Institutionen engagieren sich, um den Flüchtlingen ihren Aufenthalt in unserer Gemeinde zu erleichtern und sie bei der Integration zu unterstützen. Das vielseitige ehrenamtliche Engagement, die große Hilfe und Bereitschaft ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, der Vereine etc. sind eine wertvolle Unterstützung in der Flüchtlingsbetreuung. Ohne die vielen helfenden Hände wäre diese Aufgabe nicht zu bewältigen. Daher sind interessierte Bürgerinnen und Bürger jederzeit herzlich willkommen, die in diesem Bereich unterstützen möchten.

Zirkusbesuch

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen Überblick bieten über die aktuelle Situation sowie Einblicke geben; beispielsweise in die Unterbringung von Flüchtlingen. Vielfältige Integrationsprojekte wie Sprachkurse, Angebote unserer Sportvereine etc. sorgen dafür, dass die Integration der neuen Bürger im Extertal gelingen kann.

Sie möchten Flüchtlinge im Extertal willkommen heißen, sie im Alltag unterstützen, haben Interesse, sich zu engagieren, Ideen oder Fragen? So nehmen Sie bitte Kontakt mit Frau Martina Roche, der Integrationsbeauftragten der Gemeinde Extertal, auf. Sie ist Ihre Ansprechpartnerin rund um das Thema „Flüchtlinge“:

Telefon: 05262 402 314

Handy: 0175 298 35 79

E-Mail an: m.roche@extertal.de.

Integrationsprojekte

Integration – wenn aus Fremden Freunde werden

Damit Integration gelingen kann, gilt es den Flüchtlingen im Extertal Brücken zu bauen, damit sie sich in der für sie fremden Umwelt und unserer Gesellschaft möglichst schnell orientieren und einbringen können.

Für fast alle Flüchtlinge ist das Erlernen der deutschen Sprache das größte Problem. Hinzu kommen eine fehlende Beschäftigung und mangelnde Sozialkontakte. In den zurückliegenden Monaten haben viele ehrenamtliche Helfer erste Projekte in Angriff genommen, um hier ansetzen zu können.

Eines haben die Projekte gemein: Sie bringen Menschen unterschiedlicher Herkunft ins Gespräch und ermöglichen Begegnungen, aus denen nicht selten Freundschaften entstehen. Gleichzeitig eröffnen sie den Flüchtlingen neue Perspektiven.

Sprachkurse

Die möglichst rasche sprachliche Förderung für Flüchtlinge bildet die Basis für eine erfolgreiche Integration. Derzeit laufen für Flüchtlinge diverse Sprach- und Integrationskurse, die eine Möglichkeit des Zertifikaterwerbs bieten. Parallel hierzu bieten ehrenamtliche Helfer Deutschkurse an.

Sprachkurs

Sport

Gemeinsamer Sport schafft Begegnungen, aus denen nicht selten Freundschaften erwachsen. Alle Extertaler Sportvereine (z. B. der TSV Bösingfeld, der TUS Almena und der FCO Extertal) haben sich längst den Flüchtlingen geöffnet und Zugangswege zu vielen Sportarten geschaffen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie von den Gruppenleitern oder direkt bei den Vereinen.

Sport

Alltag, Kultur und Freizeit

Bereits seit vielen Monaten begleiten und unterstützen ehrenamtliche Helfer viele Flüchtlinge

  • bei der Alltagsbewältigung und Beschaffung von Mobiliar
  • im Rahmen der Vermittlung von Sprachkenntnissen
  • bei der Stärkung von familiären Strukturen
  • Begleitung zu Arztterminen oder Behördengängen
  • Hilfe bei der Wohnungs- und Arbeitssuche
  • bei der Freizeitgestaltung (Museum, Musikveranstaltungen etc.)

Begegnungscafé

Das Begegnungscafé in den Räumen des Vereins JuKulEx in Bösingfeld findet vorerst nicht mehr statt.
 

Begegnungscafe

Spenden

http://www.nordlipper.de/media/images/fw/270_0900_24548_Lipp_ex_schaukelschaukel_1481292001.jpg
Spende einer Schaukel vom Posaunenchor Bösingfeld

Auch Geldspenden erleichtern die Arbeit. Für viele über die Grundversorgung hinausgehende Dinge und Projekte fehlt es häufig an Geld (z. B. Verwirklichung von Tagesausflügen mit den Kindern oder Bastelmaterial für die  Frauengruppe). Aus diesem Grunde hat die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Almena ein Spendenkonto für die Flüchtlingshilfe im Extertal eingerichtet:

Ev.-ref. Kirchengemeinde Almena

Volksbank Bad Salzuflen eG

DE29 4829 1490 3500 2129 02

Zweck: Flüchtlinge

Ehrenamtliche Hilfe

Es ist Ihnen ein persönliches Anliegen zu helfen? Das Spektrum möglicher Hilfen ist breit und richtet sich in erster Linie nach Ihren persönlichen Möglichkeiten, Kenntnissen und Interessen. Auch das Einbringen Ihrer eigenen Ideen ist ausdrücklich erwünscht. Am besten ist es, wenn Sie einfach Kontakt mit uns aufnehmen.

Events

Seniorenfeier in Silixen

am: 17.11.2018
Gemeinde Extertal lädt ein mehr

Wochenmarkt

am: 23.11.2018
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Bösingfelder Weihnachtsmarkt

am: 30.11.2018
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Die Nikolausfahrten - im Advent - Nikolaus fährt wieder Extertalbahn

am: 01.12.2018
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Weihnachtsbaumaufstellung in Linderhofe

am: 01.12.2018
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